Rosenkreuzerische Persönlichkeiten – Jeanne Guesdon

Shownotes

Lernen Sie heute wieder eine RC-Persönlichkeit kennen: Jeanne Guesdon, 1884 – 1955, war eine auch für unsere Zeit sehr moderne und selbstständige Frau. Sie lebt und arbeitet in Frankreich, England und Kuba, macht beruflich Karriere, übernimmt Chefposten, und gleichzeitig fühlt sie sich schon früh in ihrem Leben unwiderstehlich von der Mystik angezogen. Sie nimmt Kontakt auf zu den Initiatenorden ihrer Zeit, hilft beim Aufbau des Alten Mystischen Ordens vom Rosenkreuz AMORC in Amerika und weltweit, übernimmt eine Fülle von organisatorischen Arbeiten und auch Leitungsfunktionen. Woher nimmt sie diese unermüdliche Energie? Einen Hinweis finden wir in einem Zitat von Jeanne Guesdon: „Indem wir Gott in allen unseren Handlungen suchen, verliert selbst die bescheidenste Arbeit jeden Anschein von Nutzlosigkeit oder Enttäuschung.“ Besondere Kraft aber schöpft sie aus der Stille.

AMORC, der Alte und Mystische Orden vom Rosenkreuz, ist eine Gemeinschaft von Menschen, die auf der Suche sind nach Erfahrungen der Seele und nach Antworten auf die elementare Frage „Wer bin ich?“.

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Viel Freude beim Hören unserer Podcastfolgen.
Alle guten Wünsche für wahren inneren Frieden!

AMORC – Die Rosenkreuzer

Transkript anzeigen

00:00:15: Liebe Hörerinnen und Hörern, herzlich willkommen zum Podcast von Amorg die Rosenkreuzer.

00:00:24: In der Reihe Persönlichkeiten stellen wir ihnen Menschen vor, die entweder in der Vorgeschichte der Rosenkreuze eine Rolle spielen oder in einer geistigen Verbindung mit dem Rosenkreußertum stehen – oder auch Persönlichkeiten, eindeutig zu unserer Bruderschaft dazugehören.

00:00:50: Und eine solche Frau, die in aller Eindeutigkeit dazugehört, stellen wir Ihnen heute vor.

00:00:59: Ihr Name Jean-Gideon.

00:01:03: Gut möglich, dass Sie den Namen noch nie gehört haben!

00:01:09: Wer war diese Jean Gideon?

00:01:15: Es war ein Zitat in unseren Schriften das mich auf sie aufmerksam gemacht hat.

00:01:22: Sie sagt, wir müssen das geistige Band entdecken, dass unser materielles Leben mit unserem geistigen Streben verbindet.

00:01:37: Und durch das unsere alltäglichen Aktivitäten ihren eigentlichen Sinn erhalten und das untere mit dem oberen verbindet.

00:01:50: Wir finden dieses Band indem wir Gott in allen unseren Handlungen suchen.

00:01:59: Und nichts erscheint uns dann nutzlos!

00:02:05: Wir erkennen den Faden, der das Ganze verbindet und zu einer großen Harmonie im Einklang mit den ewigen und göttlichen Gesetzen macht.

00:02:17: Dann verliert selbst die bescheidendste Arbeit jeden Anschein von Nutzlosigkeit oder Enttäuschung.

00:02:31: Gott in allem auch in unseren alltäglichen Handlungen suchen, das erinnert an Theresa von Avila die in einem Brief an ihre Mitschwestern schreibt.

00:03:02: die Beschäftigung mit dem Geistigen in den Alltag einfließen zu lassen.

00:03:10: Wer also war, Jean-Gedon?

00:03:15: Sie lebte von vuhrn'Achzehnhundertvierundachtzig bis neunzehundertfünfundfünfzig.

00:03:23: Sie war eine sehr moderne und auch für heutige Verhältnisse äußerst eigenständige Frau.

00:03:31: Neben einem fordernden Berufsleben war sie eine unermüdliche Organisatorin für den alten mystischen Orden vom Rosenkreuz.

00:03:43: Sie muss ein großes Kommunikations- und Sprachtalent gewesen sein, und das hat sie eingebracht um sich maßgeblich am Aufbau des Ordens in zahlreichen Ländern der Welt zu beteiligen.

00:03:58: Hier ein paar weitere Lebensdaten.

00:04:02: Jeanne wird in einem kleinen Dorf in Frankreich im Departement Luarie geboren circa hundert Kilometer südlich von Paris.

00:04:13: Jean-Gédan's Vater stirbt einige Zeit nach ihrer Geburt und die Mutter Louise Gédan findet Arbeit in der Nähe von Paris, zieht dorthin und kauft ein kleines Haus.

00:04:29: Dieses Haus bleibt ihr Leben lang der Rückzugsort für Jean.

00:04:35: Sie bleibt unverheiratet und kinderlos durch eine Infektion.

00:04:46: Jan ist ein wissbegieriges, nachdenkliches junges Mädchen.

00:04:52: Sie stellt sich die großen Fragen der Menschheit in sehr jungen Jahren.

00:04:59: Sie hat das Bedürfnis des Universums, dass sie umgibt und die Welt, in die sie hineingesetzt wurde zu erkunden und zu verstehen – und sie will lernen!

00:05:13: Für einen Mädchen am Ende des neunzehnten Jahrhunderts ist das nicht selbstverständlich.

00:05:23: Jan wird zunächst Grundschullehrerin und bald merkt sie, dass sie ihre Fähigkeiten weiterentwickeln will.

00:05:33: Nach einiger Zeit im Lehramt vertieft sie ihre Kenntnisse in Englisch und in Spanisch und er arbeitet sich als Diplom als Denotypistin.

00:05:46: Sie arbeitet ein paar Jahre als Sekretärin bei der französischen Gramophongesellschaft.

00:05:53: dann verlässt sie das Unternehmen, geht nach England und perfektioniert dort ihr Englisch.

00:06:02: Dort arbeitet sie für Baldwin Locomotive Works – damals der weltweit größte Hersteller von Dampflokomotiven.

00:06:11: In den letzten Jahren verlässte sie England um die Brandiere-Kampagnie in Havana zu arbeiten.

00:06:20: Es ist ein Handelsunternehmen für französische Pharmazeutiker und zur Herstellung von medizinischen Präparaten.

00:06:31: Sie bleibt bis neunzehntundertreißig, im Laufe dieser Jahre steigt sie von der Sekretärin zu Bevollmächtigten und dann zur Direktorin dieser Firma auf.

00:06:47: Neben diesem sicherlich sehr fordernden Berufsleben und neben der Karriere fühlt sich Shangedon immer sehr von der Mystik angezogen.

00:06:59: Für sie ist klar, dass Intellekt und Intelligenz kein Zweck an sich sind.

00:07:09: Sie sieht sie als ein Mittel-und eine Gabe um den großen Fragen nachzugehen die sich die Menschheit schon immer gestellt hat, um tiefer einzudringen und besser zu verstehen.

00:07:23: Es ist die Esoterik und es sind die Geheimgesellschaften ihrer Zeit der eine starke Anziehungskraft auf sie ausüben.

00:07:33: Und da sie auf der Suche ist, öffnet sich – wie das ja oft so ist auch bald eine Tür!

00:07:43: So nimmt sie Kontakt auf zum Orden des Rosenkreuzes von Frankreich und dem Martinistenorden.

00:07:50: Dadurch begegnet sie Dr.

00:07:52: Harvey Spencer-Louis.

00:07:55: Dieser hatte den Auftrag erhalten, den Orden in Amerika wiederzu erwecken und aufzubauen.

00:08:04: Über ihn einander mal mehr Von Kuba aus.

00:08:08: hilft sie ihm beim Aufbau des alten mystischen Ordens von Rosenkreuz am Morg.

00:08:15: Sie fungiert als Dolmetscherin zwischen Harvey Spencer-Louis und anderen traditionellen Organisationen, sie übersetzt die rosengreuzerischen Dokumente ins französische und die martinistischen Unterlagen und Schriften ins Englische – sie hilft beim Aufbauen des Amorg in mehreren Ländern weltweit!

00:08:35: Bei ihr laufen die Felden zusammen Sie ist die Vermittlungsstelle.

00:09:05: Und man schätzt sie für ihre Integrität, ihre Kompetenzen und wahrscheinlich auch für Ihre Belastbarkeit.

00:09:13: Deshalb wird ihr der Posten des Sekretärin bei der Fudosi angetragen – das heißt, Sie managed wieder das Ganze!

00:09:25: Die Fudosie ist eine Vereinigung verschiedener Orden- und Initiationsgesellschaften.

00:09:35: Der Vollständigkeit halber, die Abkürzung FUDOSI steht für Federazio Universalis Dirigens Ordines Societadesque Initiationes.

00:09:50: Später begleitet und unterstützt sie Ralph Maxwell Lewis den Sohn von Harvey Spencer Lewis und Nachfolger im Amt des Präsidenten von AMORG weltweit.

00:10:04: heute würde man sagen Sie hat ihn gecoached.

00:10:08: Was aber wissen wir von der privaten Jean-Gideon?

00:10:14: Wie hat sie gelebt, welche Beziehungen hat sie gepflegt.

00:10:17: Was hat sie gedacht?

00:10:19: Welche persönlichen Erfahrungen hat sich selbst gemacht auf dem inneren Weg des Rosenkreuzes?

00:10:27: Das alles wissen wir nicht.

00:10:31: Es gibt keine Tagebücher es gibt keine persönlichen Aufzeichnungen.

00:10:37: Sie hat keine Bücher geschrieben hat unermüdlich organisiert, übersetzt, kommuniziert und Verbindungen hergestellt.

00:10:47: Allerdings hat sie ihre Reflexionen zu den Themen die ihr besonders wichtig erschienen niedergeschrieben Und da kann man etwas von ihrer Persönlichkeit hindurchtönen hören.

00:11:04: Ihr Schreibstil ist herzhaft Ihre Aussagen sind verständlich und klar.

00:11:09: Was waren ihre?

00:11:11: Themen.

00:11:12: Sie hat über die Katara geschrieben, über die Güte ,die Einsamkeit, die Symbole den wahren inneren Frieden und die Stille, die ihr ganz besonders am Herzen lag .

00:11:33: Und mit dieser Botschaft über die Bedeutung der Stille soll sie nun selbst zu Wort kommen.

00:11:41: Hier also Jean-Gideon über die Stille.

00:11:47: Bevor Pythagoras einen Neophyten in die Mysterien seiner leeren Einweite unterzog er den Kandidaten verschiedenen Prüfungen, die dazu bestimmt waren dem Charakter des Novizen zu stärken und es Pythágoras zu ermöglichen ihn zu beurteilen.

00:12:11: so lauschten die neu Ankömmlinge inmitten Der Weisen von Croton stellten jedoch niemals Fragen.

00:12:23: Monatelang waren sie der Disziplin des Schweigens unterworfen, damit sie als es ihnen schließlich wieder gestattet war zu sprechen dies nur mit Bedacht und Respekt täten.

00:12:40: Sie hatten innerlich durch persönliche Erfahrung gelernt dass die Stille eine fast göttliche Macht ist, die Mutter aller Tugenden.

00:12:55: Ach warum stehen wir nicht auch heute noch unter der wohlwollenden Autorität des Pythagoras?

00:13:03: Das Hauptübel der heutigen Welt ist der Mangel an Stille!

00:13:09: Die heutige Gesellschaft ist nicht nur buchstäblich vom Getöse der Maschinen vergiftet sondern auch und vor allem von lauten und leeren Worten übersättigt.

00:13:24: Alles ist eine Frage dessen, wer am lautesten sprechen wird, wer die meisten Aussagen treffen wird, Wer seine oder ihre Geschichte mit den belanglosesten Details erzählt.

00:13:37: Wie recht hatte Kjörg Gart?

00:13:40: Der große skandinavische Denker Als er schrieb Die Welt ist in ihrem gegenwärtigen Zustand krank?

00:13:52: Wenn ich Arzt wäre und um Rat gefragt würde, wo würde ich antworten?

00:13:59: Schweige.

00:14:04: Ja, wahre Rosenkreuzer sind unter anderem an ihrer sprachlichen Mäßigung zu erkennen – sie sprechen nur sparsam!

00:14:16: Und die Worte, die Sie äußern, sind reich an Bedeutung.

00:14:29: Wenn das Wort, dass du zu sprechen gedengst nicht schöner ist als das Schweigen dann sprich es nicht aus.

00:14:46: Wenn wir um die Initiation bitten müssen wir schweigen!

00:14:53: Nicht nur anderen gegenüber sondern auch uns selbst gegenüber.

00:15:01: lass uns dies gut verstehen.

00:15:05: im Schweigen kommuniziert das Kosmische, das Göttliche mit uns.

00:15:14: Um Gottes Rat zu vernehmen und intuitive Eingebungen zu empfangen müssen wir verstehen wie wir die profane Stimme in unserem Inneren zum Schweigen

00:15:28: bringen.".

00:15:32: Die Hebräischenschriften lehren dies symbolisch im ersten Buch der Könige wo der Prophet Elijah gezeigt wird wie er in der Wüste Zuflucht sucht und auf eine Botschaft von Gott wartet.

00:15:49: Der Herr sprach, komm heraus!

00:15:53: Und stelle dich auf den Berg vor dem Herrn.

00:15:58: Und siehe?

00:16:00: Der Herr ging vorüber.

00:16:02: Und ein großer und starker Wind zerriss die Berge und zerschlug die Felsen vor dem Herren.

00:16:08: Doch der Herr war nicht im Wind.

00:16:13: Und nach dem Wind kam ein Erdbeben Doch der Herr war nicht im Erdbeben.

00:16:21: Und nach dem Erdweben ein Feuer!

00:16:25: Doch der Herr war nicht in Feuer, und nach dem Feuer eine sanfte stille Stimme.

00:16:40: In diesem Augenblick erschien das Göttliche Demelia – in seiner berühmten Abhandlung mit dem Titel Die Konferenz Der Vögel bringt der Mystiker Attal dieselbe Wahrheit auf eine andere Weise zum Ausdruck.

00:17:03: Solange sie gingen, sprachen sie doch als sie ankamen verstummte alles reden.

00:17:13: es gab weder Führer noch Reisenden.

00:17:19: selbst der Weg hatte aufgehört zu existieren.

00:17:29: einer der größten französischen Mystiker Louis Claude des Sarmatins wurde von seinen Schülern zu Recht der unbekannte Schweigende genannt.

00:17:44: Mehr als jeder andere hob er die Tugend des Schweigens hervor, erschrieb große Wahrheiten werden nur durch das Schweigen gelehrt.

00:18:00: besser noch Er macht jene Bemerkung, die leider so treffend auf unsere Zeit zutrifft.

00:18:08: Gibt es einen größeren Beweis für die menschliche Schwäche als die Vielzahl unserer Worte?

00:18:18: Es ist durchaus wahr dass das Schweigen eine echte Prüfung für denjenigen darstellt der es sei aus Gewohnheit oder aufgrund seiner Veranlagung nicht zu wahren weiß.

00:18:34: Die Überlieferung besagt, dass die Alten das Schweigen zu einer Gottheit erhoben hatten.

00:18:41: Männlich in Griechenland wo sie Harpo grotes hieß und weiblich in Rom wo sie Tazita genannt wurde.

00:18:52: ein treffender Name da es sich von dem lateinischen Wort tazera ableitet was schweigen bedeutet.

00:19:02: dies zeigt welch hohen Stellenwert unsere Vorfahren dieser Tugen beimaßen und verdeutlicht zudem, dass die Römer das Tratschen nicht als weibliche Schwäche betrachteten.

00:19:18: Wie in dieser Botschaft dargelegt ist die Disziplin des Schweigens eine Kraft.

00:19:27: Sie ermöglicht es uns einen lebenswichtigen inneren Zufluss zu bewahren der durch unnütze Worte vergeudet

00:19:38: würde.".

00:19:41: Prüfen Sie, bevor sie sprechen.

00:19:44: Ob das was sie sagen wollen von Wert ist?

00:19:49: Ob es Gutes bewirken kann und vor allem ob es keinen Schaden anrichtet.

00:19:57: Sie werden feststellen dass die Anstrengung ein unnützes Wort zu unterdrücken eine innere Reaktion hervorruft einen Kampf gegen die Versuchungen.

00:20:12: jeder Sieg wird ihnen neue Kraft verleihen.

00:20:20: Deshalb ist es Weise, dem Rat des Sufis zu folgen.

00:20:26: Wenn das was du sagen willst nicht schöner ist als das Schweigen dann zieh vom Sprechen ab.

00:20:39: Meditieren sie oft darüber.

00:20:42: Es ist so.

00:20:43: hoffen dass es dir hilft auf der Leiter der Spiritualität eine Stufe höher zu steigen.

00:20:54: Liebe Hörerinnen und Hörern, wir würden uns sehr freuen wenn Sie unsere Podcasts abonnieren!

00:21:00: Besuchen sie uns auf YouTube unter amorkdirosenkreuzer oder in den Social Media.

00:21:09: Schreiben sie uns an infoatarmorck.de.

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